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Service ist nicht selbstverständlich

Das Wettbewerbsdruck nicht gerade dem Service auf die Sprünge hilft, sieht man ziemlich gut am Mobilfunkmarkt. Die Big Four T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus stecken wahnsinnig viel Geld in die Gewinnung von Kunden, dabei hat eigentlich nur T-Mobile das schlagkräftige Argument des besten Netzausbaus und zwar im Haus, genauso wie auf der Straße.

Der Rest müsste neben guten Tarifen eben auch über den Service punkten. Müsste. Dann fängt es aber mit so Kleinigkeiten an, wie das Verträge die zum 31.02. gekündigt werden, nicht um 23:59 Uhr abgeschaltet werden sondern im Laufe des Tages. Systembedingt. Es ist ja nicht so, dass man zwei oder drei Tage Kulanzmäßig den Vertrag weiterlaufen lassen könnte. Immerhin ist die Wahrscheinlichkeit durchaus gegeben, dass ein Kunde von dem neuen Anbieter auch mal wieder weg möchte und der "Alte" dann der "Neue" wird.

Im Gegensatz steht dann zum Beispiel der Webhosting Markt. Tausende Anbieter die kaum aus der Masse herausstechen können weil ein anderer immer ein Qäntchen mehr bietet, aber eben nur in einzelnen Bereichen. Da kann das ganze eben fast nur über den Service gehen.

Nehmen wir als Beispiel Uberspace. Webhosting für Nerds. Terminalbasiert, aber mit einem unfassbar gutem wiki das einem nicht nur bei der Ersteinrichtung hilft, sondern auch noch viele interessante Sache beibringen möchte. Und das ganze für einen frei wählbaren Preis. Die Features sind überall gleich.

Nun hat sich Uberspace aber nicht nur eine Nische gesucht und sich dort eingenisstet, sondern verbindet das ganze mit einem tollen Support. Mail, Twitter oder Telefon: Die Jungs helfen einem meist in Minuten statt Stunden oder Tagen.

Umso genervter bin ich, dass die Ubernauten statt Usern helfen zu können, sich um einen DDOS auf das komplette System - der mittlerweile 24 Stunden andauert - kümmern zu müssen. Mittlerweile wurde das Hauptangriffsziel ausgemacht, der Server mit einer nullroute und einer neuen temporären IP-Adresse versorgt. Für die User natürlich eventuell nervig, weil Scripts und DNS angepasst werden müssen. Trotzdem wird man über den Twitteraccount @Ubernauten brav auf dem laufenden gehalten.