/ Journalismus

Journalistischer Verlust

Am 01. Januar 2014 hat die Rhein-Zeitung ihre Tätigkeit in Mainz und Umland eingestellt, die Lokalredaktion wurde aufgelöst. Über geblieben ist das politische Büro für Landespolitik.

Seit dem hat zwischen Worms, Bad Kreuznach und Bingen die Allgemeine Zeitung mit ihren Lokalablegern wieder die alleinige journalistische Meinungshoheit.

Bekanntermaßen sollten Journalisten zwar grundsätzlich Objektiv sein, aber jeder ist zum einen gedanklich "Vorbelastet" und wertet daher Fakten anders, zum anderen ist es nuneinmal Realität das die Chefetage Themenbewertungen auch vorgibt. Ersteres ist nicht zu verhindern, zweiteres Bedenklich und auch aus Sicht des Journalismuses verwerflich, aber kurzfristig nicht zu ändern.

Gerade für kleine Parteien wie die PIRATEN ist es nun noch einmal schwerer in die Lokalpresse zu gelangen und ihre Themen den Menschen näher zu bringen. Mit mehreren Medien vor Ort ist natürlich der Druck für Zeitungen größer ein möglichst gutes Blatt abzuliefern und auch mehrere Meinungen einfließen zu lassen bzw ist die eine Zeitung einem deutlich wohlgesonnener als die andere. Chefetage und so. Aber auch manche Journalisten mit mehr Handlungsfreiheit sind eben deutlich aufgeschlossener.

So würde ich mir zumindest für Mainz und Umland wünschen, dass es bald wieder zwei Zeitungen geben wird und sei es eine Wochenzeitung. Gedruckte Zeitungen mögen vielleicht mittlerweile am Ende ihrer Glanzzeit sein und in ein paar Jahren auch nicht mehr finanziell Lohnenswert, aber guter und auch investigativer Journalismus wird niemals verzichtbar sein. Nur eben in einem Medium, dass die Menschen brauchen. Digital. Die New York Times macht es gerade vor.