/ netzpolitik

Netzneutralität: Die Büchse der Pandora

Hans zu seinem Nachbar Gerd:

Gestern habe ich mir einen Dacia gekauft für 16.000 Euro. Doch irgendwas stimmt damit nicht, als ich gestern auf der Autobahn war, konnte ich nichts auf die zweite Spur, sondern musste hinter diesem lahmen Fiat fahren der nie schneller als 80 gefahren ist. Dabei hab ich mir extra einen größeren Motor gekauft.

Das nächste mal, sollte ich mir einen BMW holen, die sind nämlich alle links gefahren.

Gerd daraufhin:

Sag mal Hans, liest du keine Zeitung? Seit einer Woche, dürfen doch nur noch Autos der Marken: BMW, Porsche, Mercedes, VW und Ferrari auf der Überholspur fahren. Alle anderen müssen rechts bleiben!



Klingt bescheuert? Nichts anderes haben Regierungen, Telefongesellschaften, Firmen u.a. aber vor, wenn sie die Netzneutralität aushebeln wollen.

Nehmen wir mal an, ihr gründet eine Firma für Videodienste oder präsentiert auch eurer Website Filme über ein Produkt.

Dann habt ihr bislang die gleichen Geschwindigkeiten zum User wie auch Google oder Facebook, wenn nun allerdings Bandbreite an Firmen verkauft wird, dann müsst ihr entweder für ein schnelles Laden der Filmdateien den Providern Geld bezahlen oder damit leben, dass bei dem User trotz einer großen Geschwindigkeit der DSL-Leitung zuhause nur langsamer lädt.

Von der Zerstörung der Innovationsfähigkeit mal ganz zu schweigen.