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D64 - Kooperationsgedanken

Ich bin ein ziemlich frisches Mitglied bei der D64 - Zentrum für Digitalen Fortschritt.

Es war mir wichtig die Perspektive der Netzpolitik auch außerhalb der Piratenpartei kennenzulernen und vor allem eine Organisation auch finanziell zu unterstützen.

Am Ende war die Wahl zwischen dem Digital Courage e.V. und eben D64. Ich mag ja Underdogs, außerdem halte ich es für einfacher in Organisationen zu gestalten die noch nicht zu festgefahren in ihren Strukturen sind.

Auf jedenfall - um mal zurück zu dem Ursprung des Postings zu kommen - kam die Frage auf, inwieweit man sich den Kooperationen hingeben möchte - auch finanziell gesehen. Eine spannende und vor allem berechtigte Frage.

Knifflig wird sie vor allem, weil die Abwägung zwischen den eigentlichen Interessen des Vereines und den finanziellen Interessen geschehen muss. Gerade die finanzielle Seite ist wichtig für Aktionen/Vorträge etc um die Ideen und Gedanken in die Welt zu tragen.

Im Anhang daher meine Antwort:

Ich sehe das relativ pragmatisch: Geld haben ist geil, von Parteien/Firmen/ThinkTanks abhängig sein eher weniger.

Ich halte es für grundsätzlich gefährlich sich als Organisation - dann noch eine die sich in einem für die breite Bevölkerung eher weniger geachteten Tätigkeitsfeld bewegt - an bestimmte Gruppen festzunageln.

tl;dr

Bei Firmen besteht immer das Gefahrenpotential, dass bei widersprüchlichen Aussagen unsererseits das Geld gekappt wird (was man mal als Budget hatte misst man nicht gerne) und bei Parteien besteht natürlich durchweg die Gefahr, dass wir bei den anderen Entscheidungsträgern kein Gehör mehr finden. Alleine nur mit der SPD/CDU/GRÜNE whatever kann man nichts bewegen, wir brauchen eine breite Akzeptanz über das digitale Zeitgeschehen damit sich das auch entsprechend in Gesetzen auswirkt (oder eben auch nicht Zensursula hust).

Am Ende gibt es für mich fast nur den langwierigigen Weg durch die Gegend zu stapfen, Aktionen und Veranstaltungen zu Organisieren und somit immer mehr Menschen auf uns Aufmerksam zu machen die uns wiederum finanziell unterstützen wollen/werden.

Gleichzeitig braucht es gut vernetzte Menschen in alle Parteien/Organisationen die unsere Ideen dorthin tragen und gleichzeitig auch deren Gedanken zu uns bringen um nicht in der eigenen Filterbubble einzugehen.

Es spricht meiner Meinung nach nichts dagegen das Aktions-/Veranstaltungsweise mit §Gruppe/Partei/Firma zusammengearbeitet wird, immer natürlich unter der Voraussetzung das jeder mitmachen kann.

Sonst sehe ich durchaus die Gefahr, dass man als kleine Randgruppe unter einem großen Schatten langsam eingeht.