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Daten ÖPNV für #Mainz

Der Mainzer öffentliche Nahverkehr wird über die Mainzer Verkehrsgesellschaft (kurz: MVG) abgewickelt, diese ist eine 100%ige Tochter der Stadtwerke Mainz die wiederum komplett der Stadt Mainz gehört.

Zur Berechnung eines fahrscheinlosen Nahverkehrs versuchen wir schon relativ lange an die Zahlen der MVG zu kommen, mit dem Relaunch für Frag-den-Staat.de für Rheinland-Pfalz gibt es heute einen neuen Anlauf an die Stadtverwaltung Mainz:

  1. Wie hoch sind die Erlöse aus dem Fahrscheinverkauf in Euro pro Jahr? Bitte nur Einzel-/Sammelfahrscheine, reguläre Tages-, Monats und Jahrestickets berücksichtigen.
  1. In welcher jährlichen Höhe fallen Erlöse aus dem Verkauf von Sondertickets an und wie werden die Ermäßigungen kompensiert? Hier bitte Zahlen zu den verkauften Sozialtickets, Jobtickets, Eintrittskarte = Fahrschein, Parkticket = Fahrschein usw.
  2. Welche Kosten entstehen durch Ticketverkauf, Wartung und Instandhaltung der Fahrscheinautomaten, der Fahrgastkontrollen, des Mahnwesens einschließlich etwaiger Anwalts- und Gerichtskosten pro Jahr? Bitte Einzelpositionen getrennt nach Personal- und Sachkosten angeben.
  3. An den Mainzer Hochschulen gibt es gegenwärtig mehr als 35.000 Studierende, alle mit dem Studiticket ausgestattet und somit praktisch landesweit mobil im ÖPNV. Erhält die MVG durch diese lokale Konzentration zusätzliche Mittel und wenn ja, in welcher Höhe?
  4. Theoretisch kann jeder Bürger mit einer abgeschlossenen Ausbildung ein Hochschulstudium aufnehmen und durch Zahlung des Semesterbeitrags den ÖPNV landesweit ohne weitere Kosten nutzen. Welche Auswirkungen sehen Sie für die Finanzierung des ÖPNV in Mainz, wenn für diese Option öffentlichkeitswirksam geworben würde?
  5. Da sich die meisten Parkhäuser im Mainzer Zentrum oder an Hauptverkehrsadern befinden, hätten wir gerne von Ihnen erläutert, aufgrund welcher Zielsetzung Sie zu der Übereinkunft mit den Parkhausbetreibern gelangt sind, dass der Parkschein gleichzeitig Fahrschein sein soll und somit gefördert wird, dass der Bürger zunächst mit dem Pkw in die Stadtmitte fährt, um von dort auf die Dienste des ÖPNV umzusteigen. Möchten Sie auch in Zukunft an dieser Praxis festhalten?
  6. Der Preis für das Jobticket beträgt für Mitarbeiter der Stadt Mainz oder andere große öffentliche und private Arbeitgeber zurzeit 30€ monatlich, für das Sozialticket für Empfänger von Transferleistungen veranschlagen Sie hingegen das Doppelte. Bitte erläutern Sie uns welche politischen und betriebswirtschaftlichen Überlegungen Ihrer diesbezüglichen Kalkulation zu Grunde liegen.
  7. Gibt es aufgrund von Vereinbarungen mit benachbarten Verkehrsverbünden Ausgleichszahlungen in die eine oder andere Richtung? Falls dies zutrifft, in welcher Höhe?
  8. Welche Schwierigkeiten sehen Sie bei Einführung eines fahrscheinlosen ÖPNV im Tarifgebiet Mainz-Wiesbaden aufgrund von laufenden Verträgen mit überregionalen ÖPNV-Partnerunternehmen? Zu welchem Zeitpunkt wären diese Verträge kündbar bzw. neu zu verhandeln?