/ Drogenpolitik

@HartmannMdB und die falschen Schlüsse

Die Kritik die momentan auf das Mitglied des Bundestages und ehemaligen innenpolitischen Sprecher der SPD Fraktion Michael Hartmann einprasselt ist fast ausschließlich grundverkehrt.

Immer wieder geht es um die Feststellung, dass er Drogen genommen habe. Mittlerweile hat er auch die Einnahme einer kleinen Menge Crystal Meth zugegeben.

Was dabei verkannt wird ist: Das ist seine Sache. Laut Kollegen im Bundestag und den Menschen in seinem Heimatort war Hartmann ein normaler Typ ohne das man auch nur den kleinsten Hinweis auf einen "Drogenmissbrauch" hätte.

Halten wir also fest: Der Hartmann hat seine Arbeit gut und zuverlässig gemacht. Das gut ist allerdings relativ zu sehen, als Pirat sehe ich die politische Stoßrichtung eher als verkehrt an, aber er erledigte die Arbeit im Sinne der SPD.

Der kritische Moment ist doch der, dass Hartmann weiß das seine Karriere entweder komplett erledigt ist, sie zum Erliegen kommt oder er zumindest karrieretechnisch um Jahre(!) zurückgeworfen wird wenn die Einnahme von Crystal an die Öffentlichkeit kommt. Der Ideale Druckpunkt für die Geheimdienste, die er eigentlich im Geheimdienst-Untersuchungsausschusses kontrollieren sollte.

Daher lautet doch die Frage: Wurde er unter Druck gesetzt von unseren Geheimdiensten und hat er hier Zugeständnisse gemacht?

Zwei kurze Anmerkungen noch: Crystal Meth macht wie Heroin nicht per se direkt abhängig noch zerstört es sofort den Körper, die Wirkung der Stoffe hängt proportional mit ihrem Reinheitsgrad zusammen, der allerdings aufgrund der fehlenden staatlichen Kontrolle meist ziemlich mies ist. Die meisten Drogenkonsumenten sterben vor allem deshalb, weil sie ausversehen mal wenig oder ungestrecktes Material enthalten und diese sich daher einer Überdosis aussetzen. (Alternativlos Podcast zum Thema Drogen)

Und als letztes und ein kleiner Funfact: Hartmann sprach sich im Bundestagswahlkampf wiederholt gegen die Legalisierung von Drogen aus. Wie nennt man das? Den Tauss-Effekt? Siehe wen wählen

Update

Dementi zum Drogenkonsum